Sie haben Geld und Mühe in ein modernes Design investiert, Freunde und Kollegen loben es, und doch kommen kaum Anfragen. Für viele Unternehmer ist das eine bekannte Situation. Meist liegt es nicht daran, dass die Seite hässlich ist, sondern daran, dass ein hübsches Bild noch kein Verkaufsinstrument ist.
Design soll Menschen bei einer Entscheidung helfen. Versteht ein Besucher nicht, was Sie anbieten, warum er Ihnen vertrauen soll und was er als Nächstes tun soll, bringt auch die schönste Gestaltung keine Anfragen.
Unklares Angebot auf dem ersten Bildschirm
Ein Besucher entscheidet binnen Sekunden, ob er bleibt oder geht. Zeigt der erste Bildschirm ein schönes Foto und einen abstrakten Slogan wie "Wir gestalten die Zukunft", versteht niemand, was Sie tun. Die Überschrift sollte direkt drei Fragen beantworten: Was bieten Sie an, wem und mit welchem Nutzen.
Kein klarer Handlungsaufruf
Ein Button "Mehr erfahren" motiviert niemanden. Menschen brauchen einen konkreten nächsten Schritt: "Angebot anfordern", "Beratung buchen", "Rückruf bestellen". Geht der Aufruf im Text unter oder verschmilzt der Button mit dem Hintergrund, weiß der Besucher schlicht nicht, was er tun soll.
Die Seite ist langsam oder auf dem Smartphone unbequem
Schöne Animationen, große Bilder und Videos laden oft langsam. Braucht eine Seite mehr als drei Sekunden, springt ein erheblicher Teil der Besucher ab. Auf dem Smartphone ist es noch schlimmer: winzige Buttons, sich überlagernde Elemente und ein Formular, das mühsam auszufüllen ist.
Es fehlen Belege und Vertrauen
Menschen überlassen einem unbekannten Unternehmen Geld, also brauchen sie Bestätigung. Dazu zählen Bewertungen mit Namen, Arbeitsbeispiele, Ergebniszahlen, Kundenlogos, echte Teamfotos und Kontaktdaten. Gibt es auf der Seite nur schöne Worte über Qualität, entsteht kein Vertrauen.
Platzieren Sie Bewertungen und Kennzahlen neben dem Anfrage-Button. Im Moment des Zögerns braucht ein Mensch ein letztes Argument.
Kompliziertes Formular und schwerer Weg zur Anfrage
Ein Formular mit zehn Feldern, Pflichtregistrierung und fehlende schnelle Kontaktwege wie Messenger oder Anruf schrecken sogar interessierte Kunden ab. Jedes zusätzliche Feld verringert die Zahl der Anfragen. Behalten Sie nur, was Sie für die Kontaktaufnahme brauchen.
Checkliste: Prüfen Sie Ihre Seite in fünf Minuten
- Die Überschrift des ersten Bildschirms zeigt, was Sie anbieten und wem
- Der Anfrage-Button ist sichtbar und hat einen konkreten Text
- Die Seite öffnet sich in weniger als drei Sekunden
- Die Seite ist auf dem Smartphone bequem, Buttons lassen sich leicht treffen
- Es gibt Bewertungen, Referenzen oder Zahlen, die Qualität belegen
- Das Formular hat möglichst wenige Felder
- Kontaktdaten sind leicht zu finden, mit mehreren Kontaktwegen
Bauen Sie die Seite nicht komplett um, bevor Sie die Ursache kennen. Oft genügt es, die Überschrift umzuschreiben, den Button zu ändern und überflüssige Felder zu entfernen. Prüfen Sie in der Analyse, bei welchem Schritt Besucher abspringen.
Wie es weitergeht
Beginnen Sie mit einer Analyse: Schauen Sie in Google Analytics, woher die Menschen kommen, auf welchen Seiten sie gehen und wie hoch die Conversion ist. Gibt es Traffic, aber keine Anfragen, liegt das Problem an der Website selbst. Ein Audit hilft, konkrete Hürden zu finden, und oft bringen kleine Korrekturen einen spürbaren Zuwachs an Anfragen ohne kompletten Relaunch.